Diese Dokumentation beschreibt die Umgebung im Linux-Cafe und deren Setup. Sie ist in erster Linie zur internen Verwendung gedacht.

Umgebung / Hardware / Default Betriebssystem

In den Rechner-Räumen im BZ ist auf den Rechnern im Regelfall Windows installiert. Wir starten Linux in einer VM. Das hat mehrere Vorteile:

  • Wir können das jeweilige System selbst bestimmen.

  • Wir können mehrere verschiedene VM Images mit unterschiedlichen Linux-Distributionen und Setups bereithalten und je nach Thema die passende Instanz starten.

  • Teilnehmer dürfen alles vollständig frei ausprobieren, auch Dinge, die die Linux-Installation beschädigen. Wenn ein Linux-System "kaputt-gespielt" ist, kopieren wir das entsprechende Base-Image wieder zurück. (s. u. "VM auf die Arbeitsplatz-PCs im BZ bringen")

Die Virtualisierungsumgebung wird von den Administratoren des BZ auf den Rechnern bereitgestellt. Sie legen auch fest, welche zum Einsatz kommt. Lange Zeit war das der VMWare Player, seit November 2018 wird Hyper-V verwendet.

Base-Images

Wir können (im Rahmen des zur Verfügung stehenden Plattenplatzes) mehrere verschiedene Base-Images vorhalten. Diese werden auf einem Server im LAN des BZ (Verzeichnis-Freigabe "Public") abgelegt, von dort aus auf die Arbeitsplätze kopiert und dann dort entpackt und gestartet.

VM-Images sind normalerweise nicht gerade klein und strapazieren daher den verfügbaren Plattenplatz auf dem Server erheblich. Geht also bitte verantwortungsvoll damit um. Wir sind auf dem Server zu Gast!!

Auf dem Arbeitsplatz-PC können (normalerweise im D: Laufwerk) auch mehrere VMs liegen, die wahlweise gestartet werden können. Je nach Ausstattung des Arbeitsplatz-PCs und Ressourcen-Hunger der VM auch mehrere gleichzeitig (z. B. für Übungen mit Netzwerk-Setups).

Installation einer neuen Linux-Distribution

(D. h. neues Base-Image erstellen)

Von Zeit zu Zeit entscheiden wir uns, eine jeweils aktuelle Linux-Distribution für die Nutzer zur Verfügung zu stellen. Dann ist ein neues Base-Image zu erstellen. Ggf. wird für einen Vortrag auch eine spezielle Distribution gebraucht, dann erstellen wir auch dafür ein Base-Image.

Installation direkt in der Umgebung des BZ

  • ISO-Image der jeweiligen Distribution herunterladen.
    (64-bit Variante verwenden, sofern verfügbar)

  • In der Virtualisierungsumgebung eine neue VM anlegen:

    • Netzwerk-Konfiguration auf "Bridged" stellen.
      In vielen Virtualisierungsumgebungen ist "NAT" voreingestellt. "Bridged" hat den Vorteil, dass eine direkte Netzwerkverbindung von der VM auf Arbeitsplatz-PC A zu einer VM auf Arbeitsplatz B möglich ist. Das hilft bei vielen Übungen und mit NAT ist das eben nicht möglich.

    • Größe des RAM sinnvoll wählen: Für unsere normalen VMs sind 4 GB sinnvoll.

    • Größe der virtuellen Festplatte sinnvoll wählen: Für unsere normalen VMs sind 40 GB sinnvoll.

    • Stellt ein, dass die Festplatte dynamisch wachsen soll.
      Dann verbraucht das Virtual-Disk-File, auf jeden Fall am Server im BZ viel weniger Platz. Und auch auf dem physikalischen Host (also dem Arbeitplatz-PC) wird erst mal viel weniger Platz benötigt. Nur wenn die Linux-Instanz wirklich mehr braucht, wächst das Virtual-Disk-File.

  • Das Installations-ISO als "virtuelle" CD in das CD-Laufwerk der VM einlegen, davon booten und die Installation ganz normal durchführen.

    • Haltet die Installation so einfach wie möglich. Am besten so, wie es ein Linux-Einsteiger auch tun würde:
      Sprache Deutsch, nur eine Partition, keine logical Volumes, kein Software-RAID, Netzwerkkonfiguration automatisch beziehen (DHCP), usw. So weit wie sinnvoll möglich also immer die vorgeschlagenen Werte des Installers beibehalten.
      (Es sei denn, Ihr bereitet eine VM für einen speziellen Vortrag vor: Die soll selbstverständlich speziell auf diesen zugeschnitten sein.)

    • Während der Installation legt Ihr den ersten User-Account an, dieser hat bitte immer den Namen "user" und das Passwort "password" (jeweils ohne die Anführungszeichen).

    • Unser "user" soll beim starten der VM immer gleich automatisch angemeldet werden. Wenn der Installer danach fragt, konfiguriert das am besten hier gleich so.

    • Falls der Installer ein root-Passwort setzt, verwendet bitte ebenfalls "password".

    • Auch für allen anderen Passwörter, die Ihr ggf. vergebt (z. B. bei einer MySQL-Installtion oder was auch immer), verwendet bitte immer "password".
      Unsere Teilnehmer sollen ganz bewusst auf den VMs alles machen dürfen und wir wollen ihnen das ausprobieren so einfach wie möglich machen.

  • Wenn die Installation abgeschlossen ist, bootet das neue installierte System zum ersten Mal.
    Dann sind noch ein paar Nacharbeiten erforderlich:

    • Unser "user" soll beim starten der VM immer gleich automatisch angemeldet werden. Wenn das der Installer noch nicht eingerichtet hat, ist es jetzt an der Zeit das zu konfigurieren.

    • Aktuelle Updates aller Pakete einspielen. Das funktioniert mit den Mitteln der jeweiligen Distribution, bei Debian-basierten z. B. mit
      sudo apt-get update
      sudo apt-get upgrade

  • Fahrt die VM jetzt herunter.

  • Das Verzeichnis, das die VM enthält (Konfiguration plus alle Virtual-Disk-Files) bitte jetzt zippen und das ZIP bitte so benennen, dass ersichtlich ist, um welche Distribution und Version es sich handelt. Falls die Distribution mehrere Varianten (z. B. verschiedene Desktop-Umgebungen) anbietet, muss unbedingt auch die Variante aus dem Namen ersichtlich sein.

  • Legt das ZIP-File dann auf dem Server im BZ ab.

Installation außerhalb des BZ

  • Wenn Ihr ein Hyper-V zur Verfügung habt, könnt Ihr das Verfahren oben natürlich auch in Eurer Umgebung durchführen und das ZIP-File mitbringen.

  • Wenn nicht, könnt Ihr das o. g. Verfahren auch in einer anderen Virtualisierungsumgebung (z. B. VirtualBox) durchführen. Anstatt das ZIP-File zu erstellen, exportiert Ihr Eure VM dann im OVA Format und bringt das OVA mit.

    • Das OVA ist dann im BZ in Hyper-V zu importieren. (Wie das bei Hyper-V genau geht, müssen wir noch rausfinden.) Dann dort einmal kurz starten, um zu sehen, dass der Import reibungslos funktioniert hat.

    • Dann die VM wieder beenden und das ZIP-File erstellen und ablegen, s. o.

VM auf die Arbeitsplatz-PCs im BZ bringen

Dies ist erforderlich, wenn:

  • Wir ein neues Betriebssystem benutzen wollen.

  • Wir in einem anderen Rechner-Raum sind, wo unsere VMs noch nicht auf die Rechner verteilt wurden.

  • Eine bestehende VM "kaputt-gespielt" wurde.

Vorgehen:

  • Wenn VM "kaputt-gespielt": Diese in D:\vm zunächst löschen.

  • Das gewünschte ZIP-File am Server im BZ finden.

  • In D:\vm ein neues Unterverzeichnis anlegen, das genauso heisst, wie das ZIP-File (ohne die Endung ZIP natürlich)

  • In diesem neuen Unterverzeichnis das ZIP entpacken.

  • VM von dort starten